Dresdner Torte

Die Dresdner Torte ist ebenfalls ein Gebäck, welches bereits im 18. Jahrhundert zum Standard gehörte. In den Kochbüchern wird die Torte mit Hefe, also Backbärme, gebacken. Im Web gibt es zahlreiche Kommentare zu deren Verwendung. Man muss allerdings wissen, dass Bierhefe in ihrem Ursprungszustand, vor dem Ansatz von Bier, keine Backhefe ist. Backhefe ist der Sudschaum der sich oben absetzt, oder der Satz, der niedersinkt. Da der Satz milder ist, wurde meist dieser verwendet. Im 18. Jahrhundert wurde der Sudschaum in entsprechenden Geschäften abgefüllt verkauft. Bärme zum Backen kann man heute nur direkt aus einer Brauerei beziehen, es sei denn, man braut Bier privat.

Für die Dresdner Torte sollte die Hefe wohl den Trieb darstellen, also das heutige Backpulver ersetzen, denn laut diverser Beschreibungen ist ein Rührteig gemeint. Man hat die Wahl, eine einfache Rührmasse zu machen oder die bessere Sandmasse. Wir haben uns für eine Sandmasse entschieden.

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Dresdner Torte
 
Prep time
Backzeit
Gesamtzeit
 
Ein klassischer Sandkuchen mit Mandeln, Zitrone und Rosenwasser
Author:
Rezepttyp: Kuchen
Cuisine: deutsch
Zutaten
  • 250 g Butterschmalz
  • 10 Eier à 50 g ohne Schale, trennen
  • 100 g Mandeln
  • 150 g Mehl Typ 550
  • 100 g Weizenin (Weizenpuder)
  • Rosensirup
  • Zitronenschale, abgerieben
  • 2,5 g Salz
  • Rahmguss:
  • 3 Eigelb
  • 80 g Puderzucker
  • 200 ml Sahne
  • 1 Pkt. Vanillezucker
  • Rosenwasser
Anleitung
  1. Eine schwere Sandmasse wird nach der Zweischüsselmethode hergestellt.
  2. Nur das Mehl und Butterschmalz zu einer geschmeidigen Masse rühren.
  3. Eigelb und ⅔ Zucker cremig schlagen.
  4. Eiweiß mit 10 TL Rosenwasser, oder mit zur Hälfte verdünntem Rosensirp, und dem restlichen Zucker in Form von Puderzucker schön ausschlagen. Weizenpuder unterziehen.
  5. Die Eimassen, vermischt mit dem Weizenpuder, in das Mehl-Fett-Gemisch einmelieren.
  6. Dazu die weiteren Ingredenzien vor den Eimassen.
  7. Die Masse in eine gefettete und gebröselte Form geben.
  8. Den Ofen maximal vorheizen und bei flotter Hitze anbacken. Nach 30 Minuten den Kuchen mit Rahmguss bestreichen. Die dafür bestimmten Zutaten werden durchgerührt. Das Eiklar sollte nicht, oder nur gering ausschlagen, da es sonst die Temperaturannahme bremst.
  9. Den Ofen herunterdrehen und bei 180 Grad Celius fertig backen.
  10. Nach 45 Minuten mal eine Stäbchenprobe machen. Ist der Guss bereits goldbraun, den Kuchen mit Alufolie abdecken.

Der Rahmguss verhindert, dass der Kuchen trocken wird.

Diese Sandmasse bereitet man in zwei Schüsseln zu.  Man rechnet pro 25 g der Zutaten ein Ei. Das Eiklar mit je 1 Tl Rosenwasser aufschlagen, so trocknet die Masse beim Backen nicht aus, da Eiweiß immer Feuchtigkeit an sich bindet. Etwas Zucker dazu geben.

In den Rahmguss kann man noch weitere Gewürze geben sowie Rosenblätter. Wer keinen Rahmguss möchte, kann den Kuchen auch aufschneiden und mit einer Rosencreme, Buttercreme oder anderen Füllungen veredeln. Die Urform ist ein Sandkuchen in Tortenform mit flüssiger Bier-Bäckerhefe=Bärme.

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